Donnerstagabend

Gefühlt geht heute eine Woche, ein Monat, ein ganzes Jahr in seine letzte Phase. Obwohl im Großen und Ganzen betrachtet, das Jahresende mehr oder weniger willkürlich gesetzt ist, empfinde ich jedes Jahr aufs Neue Ende und Übergang.

Die Woche endet müde aber zufrieden, mit dem Gefühl dass es kein Fehler war, die Stelle zu wechseln und praktisch statt lehrend zu wirken. Die Kämpfe sind anders, aber für mich passender; die körperliche Erschöpfung deutlicher aber auch Sinn stiftender. In meinem Sinn.

Der Monat endet mit dem Gefühl, dass das aktuelle Skript auf einem guten Weg ist. Es wird keines für die Öffentlichkeit, dafür war es nicht gedacht, sondern wird, wie ich hoffe, einem Menschen zu Weihnachten große Freude bereiten. Das wäre der schönste Lohn.
Mit dem neuen Jahr werde ich ein größeres Projekt in Angriff zu nehmen. Die Überarbeitung der „Revolte“ wird parallel verlaufen. Für welche Schublade ich mich entscheide, weiß ich noch nicht.

Und das Jahr? War kein leichtes. Zwei wichtige Menschen sind voraus gegangen. Dorthin wo unser Denken und Wissen nicht hinreicht. Es gab schwierige familiäre, berufliche Veränderungen die wie eine große Flut, die Illusion freier Entscheidung verschlang und einfach überstanden werden wollte.

So genieße ich – auch, wenn ich mich nicht traue ihm zu vertrauen – diesen stillen Donnerstagabend, da die Dinge klein und überschaubar, verlässlich und richtig erscheinen.
Die mediale Welt taumelt zwischen Krieg und Krisen, zwischen Pep und Heidi.
In der wirklichen Welt nähert sich die Nordhalbkugel, ihrem Sonnen fernsten Punkt auf der Ellipse.

Für mich ist Donnerstagabend.

7 Kommentare zu “Donnerstagabend

  1. Für mich auch und gleichsam Wochendbeginn, denn ich habe morgen frei.
    Lass es uns genießen, die Gedanken richten, die vorweihnachtlichen Freuden in Wärme und bei einem guten Schluck in uns aufnehmen.
    Das neue Jahr hat seine eigenen Herausforderungen, und unsere kleinen Pläne können nun in der Zeit der Besinnlichkeit wachsen und reifen…

  2. Du hast ein bewegtes Jahr hinter Dir…und heute hoffentlich die kleine tröstliche Sicherheit, die die Normalität eines Donnerstag Abends auch bedeuten kann. ..
    Viele liebe Grüße von der Fee✨

  3. Trotz aller schweren Wege, die du gehen musstest, kannst du tröstlicherweise so ein gutes Fazit ziehen! Man spürt aus deinen Worten, dass du ehrlich zu dir selbst bist und das ist bekanntlich die Grundlage für’s Glücklichsein! Dass dir deine Projekte weiterhin so gut gelingen, das wünsche ich dir von ganzem Herzen! (und natürlich auch ein schönes Wocheende 🙂 )

    Liebe Grüße, Marlis

    • Danke Dir liebe Marlis.

      Es gibt noch schwerere Wege, dass bemühe ich mich, nie zu vergessen. Schnell empfindet man langweilig, was Glück ist: rein und still. 🙂

      Dir ein schönes Wochenende
      Peter

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