Echtheit

Neulich las ich in einem Artikel von der Suche nach „echten“ Autoren und wie ausdrücklich vermerkt war nicht Selfpublishern, etc.

Schön, dass fest steht was „echt“ und was schlecht ist. Wer es kann und wer nicht. Legitimiert von der ganz und gar Werte orientierten Gemeinschaft der Verleger, die sich um Umsatz nicht kümmern, sondern denen nur am Erhalt der Sprache und der geistigen Welt gelegen ist.

Das macht Philipp Lahm und Dieter Bohlen zu echten Autoren, weil die ja einen echten Verlag hinter sich haben.
Kafka ist dann Rumpelkammer, weil den echte Verlage nicht kannten. Schade, dass Brod nicht konsequent war … Weg mit dem Schund!

Da gibt es nur eine passende Antwort:

12 Kommentare zu “Echtheit

  1. Ich habe den Artikel auch gelesen und war etwas irritiert, habe aber trotzdem ein paar Links geteilt, dabei dich vergessen, wie konnte ich nur?! Bleibt die Frage was nun echte AutorInnen sind und was nicht- du bist für mich auf alle Fälle echt und nun swinge ich noch ein bisschen zur Mucke …

    hab ein feines Wochenende
    Ulli

    • Danke Ulli!
      Ich kann die kritische Haltung gegen Selbstverleger nachvollziehen und glaube sogar, dass sie förderlich ist.
      Aber „echte“ Autoren fand ich einfach lächerlich. Es hätte viele, passendere Adjektive gegeben.
      Ob ich „echt“ bin weiß ich nicht, aber es tut gut zu hören, dass Du es mir zutraust 🙂
      Ich würde mir mal „echt bemüht“ attestieren 😉

      In der Musik (deswegen die Dire S.) finde ich diese Tendenz noch schlimmer. Ich glaube sogar, dass die meisten echten Musiker keinen kommerziellen Erfolg mehr haben können, weil der Geschmack verkaufsoptimiert ist.

      Ein langes, manchmal ärgerliches Thema, viel zu lang für einen sonnigen Samstagnachmittag 🙂

      Genieße ihn
      Peter 🙂

      • Lieber Peter, das ist das Wort: verkaufsorientiert, bei dem ich manchmal heulen möchte. Gerade schreibe ich an neuen Geschichten, es macht mir total Spass, aber irgendwo im Hinterkopf rumort dann eben doch mal wieder die Frage. wer will so etwas schon verlegen- aber eins habe ich gelernt, zu schreiben, wenn es schreiben will und muss- alles andere kommt später-
        Gerade ist ein rottürkiser Abendhimmel verblasst, ich sende dir noch den kleinen Nachglanz und wünsche dir einen herrlichen Samstabend
        Ulli

      • Ach´ die sind weniger schlimm, als dargestellt.
        Ich nutze beide und ich kann nicht sehen, dass sie mehr oder weniger tun, als jeder Dienstleister.
        Beide übernehmen auch nicht kritiklos jedes Skript und, wenn sich doch einer durchmogelt hat der Leser die Chance das abzuwerten und zu melden.
        Die Gewinne liegen prozentual im Schnitt und sind beim print etwas schlechter, beim ebook etwas besser. Ich habe viel Handlungsfreiheit und bekomme klare Strukturen in denen ich mich bewegen kann.
        Wenn mir einer von beiden nicht mehr gefällt, nehme ich von heute auf morgen mein Buch aus dem Programm. Es gibt keine Fristen, außer bei speziellen Angeboten, dass aber ist transparent.
        Ich weiß nicht was die Zukunft bringt, aber aktuell ist das alles sehr zwanglos, bei beiden.
        Ich kann auch beide parallel nutzen, wenn ich auf gewisse Serviceleistungen verzichte.
        Das printangebot von Amazon ist im Service extrem hilfsbereit und freundlich, man muss nur etwas englisch können.
        Über Amazon wurde viel geschrieben, was nicht immer haltbar war und mit neobooks hat man einen regulären Verlag (Droemer/Knaur) dessen Scouting -System man nebenher nutzen kann.
        Also DIE sind auch nur Dienstleister 😉

      • herzlichen Dank für die Infos, ich hocke tatsächlich noch auf den Skandalen … wenn die Geschichte steht, dann schaue ich weiter, aber nun bin ich ja tatsächlich ein kleines bisschen schon schlauer- merci nochmals 🙂

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