Es ist komplizierter

… und gewiss nicht nur mit Politik und nicht ohne Politik zu lösen. Es ist auch nicht mit Worten und mit Empörung und mit Schlagzeilen zu lösen.
Fordern, strafen, ausgrenzen – heiße Luft, nicht mehr.
Die Dinge sind viel komplizierter, viel verworrener, schwer in Worte zu fassen. Es ist sogar zu befürchten, dass Worte nur neue Verwirrung stiften.
Es gäbe Ansätze. Es gäbe Chancen. Die hätten etwas damit zu tun, dass jedes Kind Würde erfährt, dass kein Kind Krieg erleben muss.
Aber dem stehen monströse Kräfte gegenüber:
Gier, Gier nach Geld, und das lässt sich mit Waffen und mit Rohstoffen verdienen. Überheblichkeit, Glaube an das eigene Blut, die eigenen Gene, die den Anspruch auf Chancengleichheit zu Nichte machen. Die besseren Plätze, für die besseren – wer möchte seinen zuerst frei machen?
Gewaltige Fragen müssten gelöst werden: Kommt der Mensch böse zur Welt? Kommen Einzelne böse zur Welt? Werden sie böse gemacht? Was macht man dann mit ihnen? Macht man sie „weg“? Was wird aus dem, der sie „weg“ macht? Wird er nicht selbst zum Monster? Sollten sie gar nicht geboren werden?
Brauchen wir eine genetische Zensur? Müssen wir aussterben damit etwas Neues entstehen kann? Wer verkauft die Waffen, mit denen Kriege geführt werden? Leugnen nicht alle die Entropie die überall sichtbar ist: im Schmelzen der Polkappen, im Schmelzen menschlichen Mitgefühls.
Und wohin verläuft der Drang: In Richtung Selbsterkenntnis? In Richtung Kollektivierung?
Wer sagt denn wie es richtig ist?
Und macht der, der es sagt, es dann auch?
Sollten wir nicht vorsichtiger sein?
Macht es nicht gerade den brüllenden Mob aus, sich seiner Wahrheit ganz sicher zu sein?
Kann der Mob nicht aus zwei Richtungen marschieren?
Ist nicht marschieren schon ein Symptom?
Aber wie will man die aufhalten die marschieren?
Durch schweigen und wegsehen?
Es ist komplizierter.
Viel zu kompliziert, für ein Affengehirn, welches von Angst, von impulsivem Hass, von blindem Instinkt dominiert wird.
Reicht die Zeit für eine Evolution seines Geistes?

9 Kommentare zu “Es ist komplizierter

  1. In Zeiten, in denen Vertrauen zu haben schwer ist, ist es wichtig sich immer wieder auf die Kunst zu besinnen, mit dem was man hat und dem was man kann alles dafür zu tun, um es bei sich selbst wie anderen, zu wecken und zu stärken…
    Ganz liebe Grüße…✨

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