In der Nacht

Erinnerung

Dein Geruch geht.
Schwindet aus Papieren,
schwindet aus den Möbeln.
Sie atmen dich aus.

Er wird dünn,
dünn wie Abenddämmerung;
Übergänge schreibend,
die Farben bleichen aus.

Was wollen meine Hände?
Geruch können sie nicht halten!
Und die Gedanken?
Halten Dein Schwinden wehmütig aus.

PGF 07/15

8 Kommentare zu “In der Nacht

  1. Wunderbar.
    Mir fällt dazu ein Vergleich ein, den Daphne du Maurier in ‚Rebecca‘ schrieb, denn an diese Textstelle denke ich selbst oft und Dein schönes Poem erinnerte mich daran:

    ‚Wenn es doch nur eine Erfindung gäbe“, um eine schöne Erinnerung in einer Flasche zu verschließen wie ein Parfüm, das niemals alt wird und seinen Duft verliert. Und sooft man es will, könnte man die Flasche entkorken, und es würde genau so sein, als ob man den Augenblick noch einmal durchlebte.‘

    Liebe Grüße✨

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