Stillstand

Stets verändert sich alles.
Nur wir spüren es nicht.
So, wie den ganzen Tag
die Nacht näher rückt.
Oder der Winter.
Oder der Tod.

Der Tod macht es präsent.
Er ist der kalte Windzug,
der den Herbst ankündigt.
Der Glockenschlag
der vom Abend spricht.

Das Rad dreht sich.
Hamsterrad? Fleischwolf?

Aber wirklich schwer,
wirklich erdrückend wird es,
wenn die Veränderung strömt.
Strömt wie der Fluss
der über die Ufer tritt.

Diese Flut dämmt man nicht.
Dieser Flut gibt man nach oder bricht.
Sie trägt durch Nacht und Sturm.

Bis man an einem stillen Ufer,
unter blauem Himmel
zur Besinnung kommt.
Und dort,
dort
kann man für immer bleiben.
Glaubt man.

PGF 07/15

10 Kommentare zu “Stillstand

  1. … hofft man.
    sehr feine nachdenkliche zeilen, lieber peter, mal wieder.
    stillstand? gibt es nicht.
    unaufhörlich zerrt die zeit am leben.
    oder, um es positiver zu sagen,
    unaufhörlich nimmt sie uns mit in ihrem fließen.
    es kommt drauf an, wie wir uns drauf einlassen.
    liebe grüße!

    • Danke Dir liebe Diana.
      Wenn die Bäume im Sturm nicht brechen wollen, müssen sie lernen sich im Wind zu wiegen.
      Dir einen schönen Abend
      Peter

  2. Und das Riesenrad, das uns bis an den Himmel tragen kann :3

    Ich mag dieses Stück, es ist sehr überlegt und wirkt weiße auf mich

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